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Wie man einer Schlange das Denken beibringt


Abiturient Konrad Weiß hat ein Computerprogramm zu Künstlicher Intelligenz entwickelt. Mit seiner Idee hat er den ersten Platz beim 30. Regionalwettbewerb Südwestsachsen von „Jugend forscht“ in der Kategorie Mathematik/Informatik belegt.

Pandemiebedingt fand der Wettbewerb dieses Mal vollständig digital statt. Bald misst sich Konrad Weiß auf Landesebene.

Der Computer zeigt einen grünen Bildschirm, darauf eine blaue Schlange. Sie kriecht geradeaus, immer nur in diese eine Richtung. Das Futter – ihr Ziel – scheint sie nicht zu sehen. Doch nach etwa einer halben Stunde tut sich etwas – die Schlange beginnt zaghaft, ihre Richtung zu ändern. Schließlich findet sie auch den Apfel und vertilgt ihn.

„Am Anfang verfügt die Schlange über eine extrem vereinfachte Form eines menschlichen Gehirns, ein Neuronen-Netz. Die von mir programmierten Algorithmen bringen diesem Neuronen-Netz, das anfangs nichts kann, Intelligenz bei. Das heißt, durch Trainings lernt die Schlange, wie die Spieltechnik funktioniert“, erklärt Abiturient Konrad Weiß seinen Wettbewerbsbeitrag bei „Jugend forscht“, der ihn zum Sieger im Regionalwettbewerb in der Kategorie Mathematik/Informatik machte. Darüber hinaus erhielt er dafür den Sonderpreis des „Rotary Hilfswerkes Chemnitz e. V.“.

Nach etwa 30 Minuten Laufzeit des Programmes könne man erste Erfolge – also „Lerneffekte“ – erkennen. Der Schüler des DPFA-Regenbogen-Gymnasiums hat sich an das Thema Künstliche Intelligenz im Rahmen einer „Besonderen Lernleistung“, kurz BELL, herangewagt. Der 18-Jährige war schon bei mehreren Wettbewerben im Bereich Informatik erfolgreich.

„Ich habe etwas gesucht, das mich herausfordert und wo ich etwas dazulerne.“ Die BELL ist von der Art her an eine Studienarbeit angelehnt und wird innerhalb der Sekundarstufe II angefertigt. Die Schüler wählen und bearbeiten das Thema selbstständig. Die Arbeit ist schriftlich zu dokumentieren, in einem Kolloquium zu verteidigen und kann damit Bestandteil der Abiturprüfung sein. Betreut und fachlich begleitet wird Konrad Weiß dabei von dem Fachberater Informatik Rainer Werner sowie Informatiklehrer Dr. Peter Nestler.

Erste Ergebnisse seiner BELL in Form einer 15-seitigen Abhandlung reichte der 18-Jährige unter dem Titel „Künstliche neuronale Netze und genetische Algorithmen beim Spiel ,Snake‘“ bei „Jugend forscht“ ein, dem wohl bekanntesten Nachwuchswettbewerb Deutschlands.

Ziel des Wettbewerbs ist es, junge Menschen für Wissenschaft und Forschung zu begeistern und Talente aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu fördern. Abiturient Konrad Weiß ist nun offiziell der beste Jungforscher in seiner Wettbewerbskategorie in Südwestsachsen und hat sich – wie alle Sieger in den jeweiligen Kategorien – für den Sächsischen Landeswettbewerb qualifiziert.

Sollte er auch dort gewinnen, tritt er abschließend beim großen Bundesfinale an. Ein wenig Aufregung sei bei einem solchen Wettbewerb schon dabei. „Aber ich finde es vor allem inspirierend, sich mit der Jury fachlich auszutauschen und neue Anregungen für meine Arbeit mitzunehmen.“

DPFA-Schulen gemeinnützige GmbH

Die DPFA-Schulen gemeinnützige GmbH ist freier Träger der allgemeinbildenden DPFA-Regenbogen-Schulen (Grund- und Oberschulen sowie Gymnasien und FOS), Kindergärten und Horte in ganz Sachsen.

Die DPFA-Schulen gemeinnützige GmbH ist eine Tochtergesellschaft der DPFA Akademiegruppe. Gegründet im Jahr 1990 ist die DPFA Akademiegruppe einer der führenden privaten Bildungsträger in Sachsen und Niederschlesien/Polen. Das Familienunternehmen, mit Hauptsitz in Zwickau, versteht sich als Bildungspartner über die gesamte Lebensspanne.

An insgesamt 40 Schulen und Weiterbildungseinrichtungen bietet die DPFA Angebote im allgemeinbildenden Bereich sowie in der Aus- und Weiterbildung. Sachsenweit und in Niederschlesien sind 550 Mitarbeiter beschäftigt.


Pressekontakt

Anne-Kathrin Findeiß
Leiterin Unternehmenskommunikation

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