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Schlucktherapie in der Logopädie


Schlucken? Darüber denken die meisten Menschen kaum nach. Dabei schlucken wir jeden Tag ganz selbstverständlich – beim Essen, Trinken und sogar beim Speichelschlucken. Was aber passiert, wenn das plötzlich nicht mehr richtig funktioniert?

Genau hier beginnt ein wichtiges Arbeitsfeld der Logopädie: die Schlucktherapie bei sogenannten Dysphagien. In der Logopädie-Ausbildung an der DPFA Dresden lernen die Schülerinnen und Schüler dieses anspruchsvolle therapeutische Gebiet besonders praxisnah kennen. Dabei geht es nicht nur um theoretisches Wissen. Sie erleben diagnostische und therapeutische Verfahren, üben den professionellen Umgang mit Trachealkanülen und lernen von einem Experten, der selbst seit vielen Jahren in der Schlucktherapie arbeitet.

Was ist Schlucktherapie einfach erklärt?

Schlucktherapie hilft Menschen, die Schwierigkeiten beim sicheren Essen und Trinken haben. Logopädinnen und Logopäden untersuchen gemeinsam mit anderen medizinischen Berufsgruppen die Ursachen einer Schluckstörung und trainieren je nach Krankheitsbild Funktionen und Strategien, die das Schlucken sicherer oder leichter machen können. Schluckstörungen können beispielsweise nach neurologischen Erkrankungen oder bei Erkrankungen und Behandlungen im Kopf-Hals-Bereich auftreten. Für Betroffene kann das weit mehr bedeuten als Schwierigkeiten beim Essen: Essen und Trinken gehören zu unserem Alltag, zu sozialen Begegnungen und damit wesentlich zur Lebensqualität. Deshalb ist fundiertes Wissen über Dysphagien für angehende Logopädinnen und Logopäden besonders wertvoll.

 

Sören Paul M.Sc., Logopäde, Praxisinhaber und ausgewiesener Experte für Schlucktherapie und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates des Dysphagienetzwerks Deutschland e. V., Foto: DPFA
Sören Paul M.Sc., Logopäde, Praxisinhaber und ausgewiesener Experte für Schlucktherapie und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates des Dysphagienetzwerks Deutschland e. V., Foto: DPFA
Sören Paul erläutert zusammen mit einem Betroffenen im Unterricht die Huntington-Krankheit, Foto: DPFA
Sören Paul erläutert zusammen mit einem Betroffenen im Unterricht die Huntington-Krankheit, Foto: DPFA
Die Logopädie-Ausbildung an der DPFA Dresden verbindet medizinisches Fachwissen, therapeutische Kompetenz und praxisnahes Lernen von Beginn an. Foto: DPFA
Die Logopädie-Ausbildung an der DPFA Dresden verbindet medizinisches Fachwissen, therapeutische Kompetenz und praxisnahes Lernen von Beginn an. Foto: DPFA
Heinz-Jürgen Kalle Brosig: Ehemaliger Vorsitzender und Mitglied des Bundesverbandes Deutsche Huntington-Hilfe e.V., gab wertvolle Einblicke in die Selbsthilfegruppenarbeit zum jährlichen Symposium. Foto: DPFA
Heinz-Jürgen Kalle Brosig: Ehemaliger Vorsitzender und Mitglied des Bundesverbandes Deutsche Huntington-Hilfe e.V., gab wertvolle Einblicke in die Selbsthilfegruppenarbeit zum jährlichen Symposium. Foto: DPFA

 

Schlucktherapie an der DPFA Dresden: Lernen von einem erfahrenen Praktiker

Einer der Experten, die dieses Wissen an der DPFA Dresden vermitteln, ist Sören Paul M.Sc.. Sein beruflicher Weg verbindet klinische Erfahrung, therapeutische Praxis, wissenschaftliche Qualifikation und spezialisierte Fortbildungen.

Nach seiner Logopädie-Ausbildung arbeitete er in einer Klinik und studierte berufsbegleitend Therapiewissenschaften. Dort beschäftigte er sich intensiv mit Sprach- und Sprechtherapie, Schluckstörungen und dem Umgang mit Trachealkanülen. Heute führt er logopädische Praxen in Dresden und hat sich unter anderem in den Bereichen Dysphagie, Schluckendoskopie und Trachealkanülenmanagement weiterqualifiziert. Darüber hinaus engagiert er sich nach eigener Aussage im wissenschaftlichen Beirat des Dysphagienetzwerk Deutschland e. V..

Seine Erfahrung aus dem therapeutischen Alltag bringt er direkt in den Unterricht an der DPFA ein: „Die Schüler lernen, genau hinzusehen, im Team zu denken und Menschen nicht nur als Krankheitsbild wahrzunehmen.“.

 

Was macht den Unterricht zur Schlucktherapie besonders?

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Trachealkanülenmanagement. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur, was eine Trachealkanüle ist und wann sie eingesetzt wird. Sie können praktische Abläufe an Dummies und mit entsprechenden Geräten kennenlernen und üben. Dazu gehören beispielsweise der Umgang mit Trachealkanülen und das endotracheale Absaugen. Auch die bildgebende Diagnostik wird anschaulich vermittelt. Ein besonderes Beispiel sind Live-Endoskopien im Unterricht. Dadurch können angehende Logopädinnen und Logopäden nachvollziehen, wie Schluckvorgänge untersucht und beurteilt werden. Ergänzt wird der Unterricht durch zahlreiche Videobeispiele und die intensive Auseinandersetzung mit komplexen Krankheitsbildern, beispielsweise bei Patientinnen und Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren.

So wird aus medizinischer Theorie ein konkretes Verständnis für spätere therapeutische Situationen.

 

Warum ist diese Praxiserfahrung für die spätere Arbeit wichtig?

Im Berufsalltag reicht es nicht, eine Schluckstörung nur aus einem Lehrbuch zu kennen. Logopädinnen und Logopäden müssen Beobachtungen einordnen, therapeutische Entscheidungen nachvollziehen und mit Patientinnen und Patienten sowie anderen Berufsgruppen professionell zusammenarbeiten können. Bei komplexen Erkrankungen kommt hinzu, dass medizinisches Grundlagenwissen und therapeutisches Handeln eng miteinander verbunden werden müssen. Genau diese Verbindung wird in der Ausbildung an der DPFA Dresden gezielt gefördert. Der Unterricht zur Dysphagie erhält dafür mehr Raum als der regulär vorgesehene Umfang. Damit können komplexe Krankheitsbilder intensiver behandelt, diagnostische und therapeutische Verfahren ausführlicher betrachtet und praktische Erfahrungen stärker mit medizinischem Fachwissen verknüpft werden.

 

Live-Endoskopie im Klassenraum, Bild: DPFA
Live-Endoskopie im Klassenraum, Bild: DPFA

 

Mehr als Theorie: seltene Erkrankungen verstehen

Praxisnähe bedeutet an der DPFA Dresden außerdem, Erkrankungen nicht ausschließlich anhand von Lehrbüchern zu betrachten. Ein Beispiel dafür ist ein spezieller Thementag zur Huntington-Krankheit . Dafür konnten Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen in den Unterricht einbezogen werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dadurch verschiedene Perspektiven auf ein komplexes Krankheitsbild. Solche Erfahrungen helfen dabei, abstrakte medizinische Inhalte besser zu verstehen und Zusammenhänge zwischen Erkrankung, Diagnostik und Therapie herzustellen. Für Herrn Paul ist genau dieser persönliche und praktische Austausch ein wichtiger Bestandteil guter Ausbildung:

„Durch die praktischen Erfahrungen werden viele zunächst abstrakt wirkende Unterrichtsinhalte lebendig.“

 

Schulische oder duale Logopädie-Ausbildung – worin liegt der besondere Ansatz der DPFA Dresden?

Wer nach einer Logopädie-Ausbildung in Dresden oder Sachsen sucht, sollte nicht allein darauf achten, ob eine Ausbildung schulisch oder in einem klinischen Umfeld organisiert ist. Entscheidend ist auch, welche fachlichen Schwerpunkte gesetzt werden und wie intensiv praktische Kompetenzen vermittelt werden.

Die DPFA Dresden setzt im Bereich Schlucktherapie auf eine vertiefte und praxisorientierte Vermittlung. Dazu gehören insbesondere:

  • intensiver Unterricht zu Dysphagien und komplexen Störungsbildern,
  • vertiefte Beschäftigung mit dem Trachealkanülenmanagement,
  • praktische Übungen an Dummies und Originalgeräten,
  • Einblicke in bildgebende Diagnostik und Endoskopie,
  • zahlreiche Fall- und Videobeispiele aus der Praxis,
  • die Verbindung medizinischer Grundlagen mit therapeutischen Fragestellungen,
  • sowie Unterricht durch einen erfahrenen Experten aus der therapeutischen Praxis.

     

Logopädie ist deutlich mehr als Sprach- oder Sprechtherapie

„Seid neugierig und stellt viele Fragen!“, ist Sören Pauls Tipp für alle, die über eine Logopädie-Ausbildung nachdenken: „Der Beruf verbindet Sprache, Stimme, Sprechen, Medizin, Therapie und die Arbeit mit Menschen. Er ist vielseitig, interessant und anspruchsvoll. An der DPFA Dresden begleitet ein berufserfahrenes und den Schülern zugewandtes Dozententeam die angehenden Logopäd:innen durch ihre Ausbildung. Wer medizinisches Wissen praktisch anwenden und Menschen im Alltag unterstützen möchte, findet hier eine fundierte Vorbereitung auf den Beruf. Diese fachliche Tiefe der Schlucktherapie ist an Logopädieschulen nicht selbstverständlich und bietet den DPFA-Schülern einen besonderen Mehrwert für den späteren Berufsalltag."

 


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