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Situation auf den regionalen Arbeitsmärkten der Projektpartner

Über Jahrhunderte entwickelte sich im Erzgebirge und im Vogtland ein gemeinsamer kultureller Lebens- und Wirtschaftsraum. Die Bergbaugeschichte dieser Montanregion hat viele weltberühmte Erfindungen hervorgebracht und viele Schlüsselbranchen entwickelt.

Heute arbeiten und leben in dieser Region beiderseits der Grenze fast gleich viele Menschen. Am dichtbesiedeltsten ist das Erzgebirge mit fast einer halben Million Einwohner auf der sächsischen und etwa 365.000 Einwohner auf der tschechischen Seite.

Demgegenüber leben im Vogtland cirka 230.000 Menschen auf der sächsischen und etwa 300.000 auf der tschechischen Seite. Die gemeinsame Grenzregion weist nicht nur eine hohe Besiedlungsdichte auf, sie besitzt auch, besonders im Erzgebirge, eine hohe Industrialisierungsdichte. Markant ist dies vor allem in den Bereichen Metallverarbeitung und Maschinenbau, Automotive, Elektronik und Elektrotechnik sowie Halbleiter- und Umwelttechnik.

Branchenvielfalt, Ideenreichtum und Wachstum, das sind die besonderen Kennzeichen dieser Wirtschaftsregion. Jedoch benötigt die zunehmende Industrialisierung stetig gut ausgebildete Fachkräfte und einen kontinuierlichen Fachkräftenachwuchs. Darin liegt das Problem!
Der demografische Wandel wirkt spürbar auf beiden Seiten der Grenze.

Wie könnte die Lösung aussehen?:

  • Ein regionaler Fachkräfteaustausch:
    • Schon heute pendeln täglich über 2.500 tschechische Fachkräfte in diese Region.
  • Eine zukunftsfähige, im Rahmen Industrie 4.0 auf die Bedarfe und Entwicklungen der regionalen Wirtschaft zugeschnittene berufliche Ausbildung:
    • Daran arbeiten die DPFA Chemnitz, die ISŠTE Sokolov, die Bezirkswirtschaftskammer Karlovy Vary und die IHK Chemnitz gemeinsam.