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Werkstattwoche für angehende Erzieher – Abschlussjahrgang der DPFA Chemnitz kommt in Fahrt

Die letzte Augustwoche hatte es für die angehenden Erzieher des 15er Jahrgangs der DPFA Chemnitz ziemlich in sich. Immerhin standen gleich zwei Lernwerkstätten und ein Planspiel auf dem Programm. Wir haben uns das mal angeschaut.

Während der Lernwerkstatt des 15er Jahrgangs der Erzieherausbildung der DPFA Chemnitz ging es unter...

Der Montag startete mit Politik! In Anbetracht der bevorstehenden Bundestagswahl, setzten sich die Schülerinnen und Schüler des 15er Erzieherjahrganges mit dem Wahlkampf und der Bundestagswahl auseinander. Und das nicht irgendwie, sondern in einem Planspiel.

Aufgeteilt in Gruppen spielten sie den Wahlkampf der verschiedenen Parteien nach und erhielten so einen tieferen Einblick in diese Prozesse. Dieses Planspiel stand für den Rest der Woche übrigens auch bei allen anderen Klassen, ob nun Erzieherausbildung, angehende Sozialassistenten oder zukünftige Verkäufer und Kaufleute, auf dem Programm.

Für die 15er jedoch, hielt der Dienstag die erste der beiden Lernwerkstätten bereit. Dabei ging es um das Lernfeld vier, bei dem im Fokus steht, Bildungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu initiieren, zu begleiten und zu unterstützen.

Fachlehrerin Annemarie Grune erklärt das Ziel dieser Werkstatt so: „Im Prinzip war es eine Wiederholung all dessen, was bisher in der Ausbildung zu diesem Lernfeld unterrichtet und gelehrt wurde. Unsere Schülerinnen und Schüler sollten sowohl spielerisch, als auch anhand beruflicher Handlungssituationen ihr Wissen abrufen und einem Praxistest unterziehen.“ Da sie bei diesen Worten recht zufrieden wirkte, schienen die drei Klassen das alles sehr gut gemeistert zu haben.

Der Mittwoch bot mit „normalem“ Unterricht eine Verschnaufpause, bevor es am Donnerstag mit einer Lernwerkstatt zum Lernfeld sechs weiterging. In diesem wird gelehrt, wie Pädagogen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der Bewältigung kritischer Lebenssituationen zur Seite stehen können.

Für die Lernwerkstatt wurde ein besonderes Thema, nämlich das der Behinderung bzw. Beeinträchtigung in den Mittelpunkt gerückt. Erneut wurden die Klassen in verschiedene Gruppen aufgeteilt, die dann insgesamt sechs Stationen zu absolvieren hatten. An diesen wurden unter anderem die rechtliche Seite von Inklusion und Integration aufgezeigt.

An einer anderen ging es darum, zu erproben, wie es sich anfühlt, wenn man etwa auf einen seiner Sinne verzichten muss. Dazu gehörte es beispielsweise, sich mit verbundenen Augen von einem Partner führen zu lassen. Das erforderte auf beiden Seiten Mut und Vertrauen.

Eine weitere Station verlangte, dass Handlungskonzepte erstellt werden: Also wie geht der oder die Erzieher/in mit einem Betroffenen um, wie mit seiner Familie, dem Team und natürlich auch der Gruppe des Betroffenen. Das sollte schlussendlich auch noch praktisch umsetzbar sein. Keine so leichte Aufgabe.

Und auch wenn das alles sehr komplex und anstrengend war, waren die Damen und Herren des 15er Jahrgangs recht angetan, von dieser Art des Lernens. Hier und da war sogar zu vernehmen, dass das Ganze Spaß machte, also je nach Situation.