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Tagesbericht zur Exkursion in das Militärhistorische Museum Dresden

Am 29.08.2017 besuchten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 b des DPFA-Regenbogen-Gymnasiums Zwenkau das Militärhistorische Museum Dresden.

Am Dienstag, den 29. 8. 2017, sind wir zusammen mit Frau Sittel-Felix und Herrn Möhring, einem Jugendoffizier der Bundeswehr, zum Militärhistorischen Museum (MHM) nach Dresden gefahren. Die Exkursion wurde von der Bundeswehr unterstützt, da diese einen Aufklärungsauftrag in Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus hat. Das Militärhistorische Museum in Dresden ist eines der vier größten Museen Deutschlands und trägt ein ganz besonderes Merkmal an seiner Fassade.

Nachdem wir gegen 10.00 Uhr am Museum ankamen, war dieses Merkmal das Erste, was mir ins Auge fiel. Ein riesiger Keil ragte in einem präzisen Winkel aus dem Gebäude heraus. In genau diesem Winkel fielen bei den Luftangriffen im Februar 1945 die Bomben auf Dresden. Dieser moderne, der Erinnerungskultur dienende Einbau setzt äußerlich zwar einen starken Kontrast zum Rest des palastartigen Gebäudes, passt thematisch jedoch perfekt. Geht man um den Keil herum und betritt die linke Seite des Außengeländes, findet man außerdem eine Aufstellung von Panzern, die einige von uns mit mehr, andere mit weniger Begeisterung begutachteten, bevor die Museumsführung begann.

Bis 12:30 Uhr wurden wir durch den Teil des Gebäudes geführt, der thematisch den Ersten und den Zweiten Weltkrieg verbindet und periodisch darstellt. Dabei lag unser Fokus auf dem Zweiten Weltkrieg und der Tourguide kommentierte die einzelnen Inhalte der großen Vitrinen ausführlich, ließ uns aber auch Fragen beantworten bzw. stellen. Hinter dem Vitrinenglas fand man thematisch sortiert alles, von Uniformen über eine Originalausgabe des Versailler Vertrages bis hin zu einer Vielzahl an Schuhen, die aus den Konzentrationslagern geholt wurden.

Nachdem wir ans Ende der für uns relevanten Vitrinen gelangten, wurden wir durch einen Raum voller zeitgenössischer Gemälde und Mode geführt und kamen schlussendlich in den Seminarbereich des Museums. In einem Workshop beschäftigten wir uns für die nächste ¾ Stunde damit, gruppenweise Informationen über den militärischen Widerstand im Nationalsozialismus zu sammeln. Nachdem jede Gruppe ihr Wissen präsentierte, sprachen wir über die Bedeutung des militärischen Widerstandes für das Ende des Nazi-Regimes und trennten uns danach von unserem Museumsführer.

Um 13:30 Uhr hatten wir das Museum verlassen und waren auf dem Weg zur nahe gelegenen „Offiziersschule des Heeres“ (OHS), um in der Kantine Mittag zu essen. Dort hatten wir genug Zeit um das Gelernte zu verarbeiten, uns auszutauschen und eine Pause zu machen.

Gegen 14:00 Uhr fuhren wir wieder zurück zum Museum, wo uns Zeit gegeben wurde, die anderen Ausstellungen selbstständig zu erkunden. Diese waren periodisch, aber auch thematisch unterteilt und aufgebaut, so dass man sich ganz spezifisch zu den Aspekten der Weltkriege erkundigen konnte, die besonders interessierten. 14:40 Uhr versammelten wir uns alle wieder in der Eingangshalle und wurden erneut zum Workshop-Raum gebracht, um uns von Herrn Möhring die Geschichte und die heutigen Ziele der Bundeswehr erläutern zu lassen. Dabei warf er mehrere Fragen in den Raum, wie z. B. „Ist Deutschland ein sicheres Land“ oder „Woher kommt das größte Gefahrenpotenzial?“, über die wir diskutieren konnten.

Da es anschließend keine weiteren Fragen an ihn gab, verließen wir das Gebäude um 15:20 Uhr, machten ein Klassenfoto vor dem Museum und reisten dann auch schon wieder ab. Gegen 17:10 Uhr kamen wir in Zwenkau wieder an, verabschiedeten uns von Herrn Möhring und trennten uns.