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Pädagogischer Tag der DPFA Akademiegruppe

Am 6. Oktober 2017 fand im Hotel Mercure in Leipzig der jährlich stattfindende pädagogische Tag erstmals für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DPFA Akademiegruppe statt.

Eingeladen hatte die Firmengruppe den wohl bekanntesten Gehirn- und Lernexperten Deutschlands, Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer.  

Mit dieser Veranstaltung bedankt sich die Unternehmensleitung anlässlich des Weltlehrertages bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die engagierte Arbeit in allen Bereichen der DPFA Akademiegruppe.    Hauptgeschäftsführerin Catrin Liebold betonte in ihrer Begrüßungsrede, dass sie sich sehr freut, Prof. Spitzer beim Pädagogischen Tag begrüßen zu können und stellte heraus, dass das Pädagogische Konzept unserer allgemeinbildenden Schulen auf dem Leitgedanken von Prof. Spitzer aufbaut: „Die Kinder, die heute und morgen Schulen besuchen, werden 2030 oder gar 2050 ihr Leben bewältigen. Aus heutiger Sicht können wir nicht wissen, was ein Mensch im Jahr 2030 wissen und können muss. Lerninhalte sind wichtig, aber viel wichtiger ist zu lernen, wie effektiv und mit Freude gelernt werden kann.“  

Der renommierte Neurowissenschaftler und Bildungsforscher Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer beschrieb in seinem informativen und spannenden Vortrag, welche tiefgreifenden Erkenntnisse sich aus seinen Forschungsergebnissen über die Funktionsweise unseres Gehirns für die Bereiche Lernen und Bildung ableiten lassen. Anschaulich erklärte er, wie Lernen im Gehirn „funktioniert“ und rief uns auf, mehr Bewusstsein bei der Lernerziehung von Kindern zu haben. Auch unser Leitspruch des „Lebenslangen Lernens“ wurde bestätigt, denn seine Studien belegen, dass sich „…das Gehirn mit seiner Benutzung dauernd ändert und Bildungsmaßnahmen unser Gehirn leistungsfähiger machen…“.

In der anschließenden Fragerunde konnten vielfältige Hinweise herausgearbeitet werden, wie wir beispielsweise mit positiven Emotionen und dem Wecken von Neugier das Lernen bei unseren Schülern/innen fördern können und wie wichtig es ist, dass Lernen Spaß macht.  

Nach dem Mittagessen fanden schulartbezogene Workshops statt, in denen sich die Kollegen über den Vortrag von Herrn Prof. Spitzer austauschten. Dabei wurde darauf eingegangen, was von dem Angesprochenen bereits in den Bereichen genutzt bzw. wie es umgesetzt wird. Oder aber was man für die weitere Arbeit übernehmen könnte. Betrachtet wurden hierbei die Aspekte von Binnendifferenzierung und Lerneinstellungen bei Schülern, des Herstellens von positiven Lernsituationen und des selbstorganisierten sowie des angstfreien Lernens. Mitunter gab es auch Diskussionen zur Nutzung der digitalen Medien.  

Die Teilnehmer, ca. 180 Mitarbeiter/innen der DPFA Akademiegruppe, waren von der Veranstaltung und den Ausführungen von Prof. Spitzer sehr beeindruckt. 

Zur Person:
Manfred Spitzer, am 27. Mai 1958 in Lengfeld in der Nähe von Darmstadt geboren, ist ein deutscher Psychiater, Psychologe und Hochschullehrer. Seit 1998 ist er ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm, als der er auch die Gesamtleitung des 2004 dort eröffneten Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) innehat, das sich vor allem mit Neurodidaktik beschäftigt. Spitzer studierte Medizin, Philosophie und Psychologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Nach dem Diplom in Psychologie und Promotionen in den beiden anderen Fächern, Medizin (1983) und Philosophie (1985), habilitierte er sich 1989 für das Fach Psychiatrie (Facharzt für Psychiatrie) mit der Arbeit „Was ist Wahn?“ Von 1990 bis 1997 war er an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Heidelberg als Oberarzt tätig. Zweimal war er als Gastprofessor an der Harvard University; ein weiterer Forschungsaufenthalt führte ihn an das Institute for Cognitive and Decision Sciences der University of Oregon. Im Jahr 1997 wurde Manfred Spitzer auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Psychiatrie der Universität Ulm berufen und war damit der bis dato jüngste Professor der Psychiatrie Deutschlands. Kurze Zeit darauf wurde Spitzer Herausgeber der Fachzeitschrift Nervenheilkunde, eines Fortbildungsorgans für Ärzte und Verbandsorgans vieler Verbände aus dem psychiatrischen und psychotherapeutischen Bereich. Dort veröffentlicht er auch regelmäßig eigene Arbeiten und Editorials, die er später in Büchern zusammengefasst gesondert wieder herausgibt.