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Kinder-Universität: In jedem von uns schlummert ein Held!

Helden und warum wir sie mögen, war das große Thema der Kinder-Universität im DPFA-Regenbogen Gymnasium und in der DPFA-Regenbogen Oberschule Chemnitz. Dabei stürzten sich die Mädchen und Jungen beider fünfter Klassen gemeinsam in ein großes literarisches Abenteuer.

Kinder-Uni zum Thema Helden in den beiden fünften Klassen des DPFA-Regenbogen Gymnasiums und der...

Auf das begaben sie sich aber nicht allein. Leiterin dieser wundervollen Expedition war nämlich die Professorin für englische Literatur, Dr. Cecile Sandten von der TU Chemnitz. Während ihrer Vorlesung nahm sie die Kinder mit zu Mogli, Harry Potter und Co und erklärte mit viel Einfühlungsvermögen, warum wir, kleine wie große Leser, Helden so gern in unser Herz schließen.

Fragte man im Nachhinein die Kids, warum es denn nun so sei, wurde einem im Brustton der Überzeugung und manchmal auch mit ein wenig Unverständnis im Blick, warum man überhaupt danach fragen müsse, erklärt: Das ist doch ganz einfach! Schließlich könne man sich mit den Helden ja identifizieren, vor allem wenn die selbst Kinder sind. Und außerdem könne ja jeder von uns auch immer etwas Besonderes, was andere nicht so gut können, was bei den Helden ja auch so sei.

Ganz wichtig war den Jungen und Mädchen jedoch, dass man beim Selbstlesen der Bücher, anders etwa als beim Film, ganz allein entscheiden kann, wie der Held und die ganze Geschichte schlussendlich aussähe.
Helden wie Mogli, Harry Potter und Co ermutigen einen, über den Tellerrand zu schauen und sich vielleicht auch einmal Dinge zu trauen, von denen man glaubt, man könne sie nicht. Außerdem regen sie zum Träumen an und befruchten unsere Phantasie.

Ob das wirklich so ist und wie sich das anfühlt, wurde im Anschluss an die Vorlesung an vier Stationen ausprobiert und erprobt. Da wurden mit Hilfe von Story Cubes oder einem Geschichten-Steckbrief die Schüler selbst zu Autoren. Dies machte übrigens nicht nur beim Erfinden, sondern auch beim Vortragen unglaublich großen Spaß.

An einer anderen Station wurden derweil Lesezeichen gestaltet. Schließlich schafft man solch dicke Wälzer nicht in einem Rutsch und damit man weiß, wo es weitergeht, braucht man schon eine kleine Hilfe. Die meisten fanden diese Übung übrigens sehr entspannend. Kein Wunder, immerhin ist nicht nur Held sein anstrengend, sondern auch die Beschäftigung mit ihnen.

An der letzten Station kam dann ein Teil der Bücher, die beim gestrigen Ausflug in die Bibliothek entdeckt worden sind, zum Einsatz. Denn es wurde vorgelesen und zwar gegenseitig.

Hörte man dann auf dem Weg durch die Zimmer und über den Gang, wie sich Mitschüler darüber unterhielten, dass sie jetzt aber ganz dringend genau dieses oder jene Buch haben müssten, um es endlich selbst zu lesen, kann man von einem vollen Erfolg dieser Kinder-Uni ausgehen.

Vielen Dank an Frau Professor Sandten und an die Lehrerinnen der beiden fünften Klassen!