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Internationales Flair am DPFA-Bildungszentrum Zwickau

Der FEZ e.V. Berlin begeisterte am 28.10.2016 mit 3 Workshops die DPFA-Schüler zum Thema „Globales Lernen“

Gildete Simon dos Santos - brasilianische Kampfkunst

Ob brasilianisches Temperament, indonesische Tradition oder kreatives Puppentheater – die Schüler/innen der Ergotherapie- und der Erzieherausbildung erlebten heute einen besonderen Freitagnachmittag. In 3 Workshops konnten Sie aktiv die Praxis des Globalen Lernens erleben. Die 3 aus Berlin vom FEZ e.V. angereisten Dozentinnen boten ein abwechslungsreiches Programm zum Mitmachen an.

Als die Lehrkräfte der Fachrichtung Ergotherapie zum Spielemarkt in Potsdam den Verein FEZ e.V. kennenlernten, nutzten sie die Gelegenheit, gemeinsam einen Workshop zu planen und umzusetzen.

Die Brasilianerin Gildete Simon dos Santos zeigte die Arbeit mit „Capoeira“, einer brasilianischen Kampfkunst. Inhaltlich ist Capoeira von drei Ebenen geprägt: dem Kampf, der Musik und der „Roda“ (Kreis) als gesellschaftlichem Rahmen, in dem der Kampf stattfindet. Die Kampftechniken selbst zeichnen sich durch extreme Flexibilität aus; es gibt viele Drehtritte, eingesprungene Tritte und Akrobatik. Traditionell wird zu den Kämpfen Musik gespielt, diese folgt einem Endlos-Rhythmus in verschiedenen Variationen. All das praktizierten die Schüler/innen und wurden von dem Temperament der Brasilianerin angesteckt und mitgerissen.

Ni Ketut Warsini aus Indonesien, erzählte in ihrem Workshop über ihr Land und die Traditionen des Landes, dazu gehört die Arbeit mit dem „Schattentheater“. Die Völker des Fernen Ostens haben die Verwandtschaft zwischen Schatten und Religion wahrscheinlich schon in vorchristlicher Zeit erkannt, das Spiel mit ihnen erfunden und in den Dienst des Kultes und der Religion gestellt. Tatsache ist, dass das traditionelle Schattenspiel bis heute in China, Indien, Thailand, Kambodscha und besonders in Indonesien große Bedeutung hat und trotz der Konkurrenz der Massenmedien immer noch ein Rolle spielt. Auf Java, Bali und Lombok gibt es Tausende Schattenspieler. Frau Warsini zeigte einige Techniken und die Schüler/innen konnten traditionelle Schattenfiguren herstellen.

Im Workshop „Puppenspiel“ faszinierte Heike Kammer mit ihren Puppen. Angefangen hat alles laut Heike Kammer in Mexiko: "In Chiapas, Mexiko nutzten wir die Faszination des Puppenspiels um, durch soziale und politische Konflikte verfeindeten Gruppen einen Raum für Treffen und Dialog zu geben.“
Am Beispiel von Tieren werden beispielsweise menschliche Verhaltensweisen reflektiert - das alles konnten die Schüler/innen live erfahren. Die „Puppenbühne“ befasst sich spielerisch durch interaktives Puppentheater mit den Werten eines friedlichen Zusammenlebens. Die Kinder erfahren mehr über die Situation von Kindern in anderen Ländern. Themen wie Streit und Ausgrenzung, Versöhnung und Freundschaft werden aufgegriffen, um die Empathie, Solidarität und Toleranz der Kinder zu fördern. Die Kinder entscheiden über den Ausgang der Stücke mit und beschäftigen sich somit intensiver mit den Themen. Auch unsere Schüler/innen bastelten aus Socken eigene Figuren, die helfen, den Konflikt zu lösen.

Eine gelungene Abwechslung zum Schulalltag – mit viel Input und aktivem Mitwirken und sehr interessanten Menschen! Die eine Gruppe geht mit Muskelkater nach Hause, aber alle auch mit tollen Eindrücken.