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„Hau Ko’la“ – Fünft- und Sechstklässler auf den Spuren der Indianer

Wer in Sachsen etwas über Indianer erfahren will, fährt nach Radebeul! Das taten die Jungen und Mädchen der fünften und sechsten Klasse des DPFA-Regenbogen-Gymnasiums Augustusburg und zwar vom 30. September bis 2. Okotber.

Augustusburger Gymnasiasten auf Klassenfahrt nach Radebeul. Foto: Jan Bandemer / DPFA Chemnitz

In der Jugendherberge angekommen, wanderten wir in die Radebeuler Weinberge, vorbei an Win-zerhöfen, und beobachteten die Weinlese. Vom eigenwilligen Reiz der Landschaft überzeugten wir uns am Gipfel der Weinberge mit einem grandiosen Blick über das Elbtal von Coswig über Radebeul bis nach Dresden.

Zurück in der Jugendherberge empfing uns ein Lakota-Indianer mit „Hau Ko’la“. Das bedeutet „Seid gegrüßt meine Freunde“. Er stellte anschaulich die Geschichte und Traditionen nordamerikanischer Indianer vor. Dabei präsentierte er ihre Kleidung und führte gemeinsam mit uns Tänze durch, bevor die Schüler Indianerschmuck bastelten und sich in Blasrohr- und Bogenschießen übten.

Am zweiten Tag fuhren wir mit der Schmalspurbahn, dem sogenannten „Lößnitzdackel“, vom Bahnhof Weißes Ross nach Moritzburg. Dort erkundeten wir das Schloss und seine Ausstellung „Ta-petenwechsel“ mit ihren ledernen Tapeten, die die früheren Schlossbewohner als Wandschmuck pflegten.

Auf der Wanderung zurück zur Jugendherberge erfuhren die beiden Klassen von dem Naturheilkundler Friedrich Eduard Bilz, dem Radebeul das Wellenbad verdankt. Außerdem verabschiedeten die Schüler den Sommer und begrüßen den Herbst. Dazu sammeln sie auf einer Schnitzeljagd durch den Wald Naturmaterialien und gestalteten daraus ein „igeliges“ Herbstbild.

Den Tag beendeten wir mit dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und staunten über die uns doch so bekannte Filmkulisse. Bevor wir am letzten Tag den Heimweg mit dem öffentlichen Nahverkehr antraten, erfuhren die Fünft- und Sechstklässler im Karl-May-Museum Wissenswertes über Indianer, Karl May, Geistertanzbewegung und die Little Bighorn Schlacht.

Unser Fazit der Klassenfahrt: An diesen abwechslungsreichen Tagen haben die Schüler Natur und Kultur im Einklang erlebt und sich dabei untereinander – fernab vom Klassenzimmer – kennen- und schätzen gelernt.