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Exkursion der MDAD 15 ins Stadtarchiv Dresden

Am 25.08.2016 um 10.00 Uhr hatten wir, die MDA 15, unsere zweite Exkursion ins Stadtarchiv Dresden. Diese fand auf unseren Wunsch, spezielle Exponate und Urkunden sehen zu können, statt. Wieder war es eine Führung mit dem sehr sympathischen Herrn Kübler.

Bei unserem ersten Besuch, am 24.03.2016, waren wir von Anfang an fasziniert von dem Aufbau und den Inhalten des Archives, aber auch von sehr ansteckenden guten Laune Herr Küblers. So wurde uns schnell klar, dass wir uns noch einiges genauer anschauen möchten.

Wir sahen bei der ersten Exkursion allgemein die Aufbewahrung und Handhabung mit den Dokumenten und speziell u.a. das Pestilenz-Buch Dresdens, bei dem das Papier aus Pergament und der Einband aus Leder ist, und eine Urkunde mit Siegeln, anlässlich des Stapelrechtes von Pirna.

Unseren aktuellen Besuch begannen wir wieder in der Ausstellung im dritten Obergeschoss, wo sich diesmal eine Pauline Ullrich Ausstellung befand, welche die erste Professorin für Schauspielkunst war. Herr Kübler begrüßte uns wieder sehr herzlich, konnte sich noch an alle erinnern und fragte uns wie wir unseren Sommer verbracht haben. 

Danach gingen wir in den Vorraum, der zum Lesesaal führt. Dort zeigte uns Herr Kübler einen Glaskasten mit Geldscheinen und erklärte uns, dass es das erste Geld schon im Mittelalter gab, das Wort Dollar von dem deutschen Wort Taler kommt und das es die Geldscheine seit dem 19. Jh. gibt. Dann folgte der Weg in das Archiv und wir konnten eine Zerstörungskarte von Dresden sehen, mit den verschiedenen Farben: Schwarz für komplett zerstört, rot für schwer beschädigt und blau für erhalten. Im Magazin angekommen, wo sich viele Urkunden und Pläne befinden, wies uns Herr Kübler daraufhin, dass in diesem Raum rund 20°C sind und nicht wie von uns angenommen 10-15°C. Wir sahen dort eine Wachstafel, die einzigartig und so in der Art nur noch im Archiv Freiberg zu sehen ist. Diese wurde wahrscheinlich vom Stadtschreier als eine Art Manuskript verwendet wurde. Diese Tafel kostet ungefähr 0,5 Millionen Euro und stammt aus dem beginnenden 16.J.h. 

Danach sahen wir uns die Urkunde des Weltkulturerbes an, welche aber 2009 aberkannt wurde. Anschließend gingen wir in den nächsten Raum, wo wir uns den Bauplan für die Frauenkirche anschauen durften. Wir bekamen erklärt, dass George Bähr der Baumeister der Dresdner Frauenkirche war und dass diese aufgrund des Willens August des Starken errichtet wurde.

Ein interessanter Fakt war, dass die verfügbaren Sitze auf den Emporen und im Saal im Vorfeld verkauft wurden, um den Bau finanzieren zu können.

Zum Schluss durften wir noch in den Restaurierungsraum und dort erklärte uns eine sehr nette Frau den Ablauf einer Restauration, von Dekontaminierung, Reinigung, Entsäuerung bis hin zur Begutachtung. Auch konnten wir uns verschiedene Papiersorten, s.g. Japanpapier, anschauen und sie erklärte uns, welches sie für welche Art von Riss anwendet.

Im Namen der MDA 15 kann man sagen, dass diese beiden Exkursionen sehr gelungen waren und empfehlenswert sind. Dafür muss man Herrn Kübler danken, dafür, dass er uns mit Freude und Enthusiasmus durch das Archiv geführt hat.

Auch muss man Frau Gottwald danken, dafür, dass sie mit uns diese Exkursion gemacht hat und uns im Vorfeld gut darauf vorbereitet hat.

 Weitere Informationen zum Dresdner Stadtarchiv: http://bit.ly/2c6zIsh