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DPFA & Prof. Dr. Clauß Dietz Stiftung spenden für Gedenken an NSU-Opfer

Nachdem Unbekannte Anfang Oktober in Zwickau einen Gedenkbaum für das erste NSU-Opfer Enver Simsek abgesägt hatten, setzt die Stadt ein Zeichen gegen die Gewalt. Die DPFA unterstützt diese Initiative.

„Ich bin entsetzt und verurteile die zerstörerische Handlung dieser Menschen zutiefst. In diesen politisch aufgeheizten Zeiten – wie jüngst der rechtsextremistisch-antisemitische Angriff in Halle zeigt – sind wir als Bildungsträger, als Pädagoginnen und Pädagogen gefordert, einen Beitrag für die politische Bildung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu leisten. Hass und Hetze, Extremismus und Rassismus haben keinen Platz bei der DPFA. Ich rufe alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaften der DPFA Akademiegruppe auf, auch in Anlehnung an unsere Unternehmensleitsätze, aktiv mitzuwirken, an einem offenen und toleranten Miteinander,“ so lautete der Appell der DPFA-Hauptgeschäftsführerin Catrin Liebold an die knapp 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem internen Schreiben diese Woche.

Als Zwickauer Familienunternehmen pflegt die DPFA seit ihrer Gründung im Jahr 1990 eine kooperative Zusammenarbeit mit der Stadt Zwickau. Gemeinsam mit zahlreichen Unternehmen und Privatpersonen unterstützen die DPFA Akademiegruppe sowie die ihr zugehörige Prof. Dr. Clauß Dietz Stiftung den Aufruf der Stadt zur Baumpflanzung für alle zehn NSU-Opfer mit einer Spende von 1.000 Euro.

Zum Hintergrund: Der sogenannte Nationalsozialistische Untergrund (NSU) war eine neonazistische terroristische Vereinigung in Deutschland, die um 1999 zur Ermordung von Mitbürgern ausländischer Herkunft aus rassistischen und fremdenfeindlichen Motiven gebildet wurde. Die Mitglieder Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe waren ab 1998 untergetaucht. Sie ermordeten zwischen 2000 und 2007 neun Migranten und eine Polizistin, verübten Mordversuche, Sprengstoffanschläge und Raubüberfälle. In Zwickau lebte das Trio ab 2008 bis zu ihrem Auffliegen 2011.