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Chemnitzer Lehrertag fordert Maßnahmen gegen Lehrermangel

Zum 15. Mal hat der Sächsische Lehrerverband den Chemnitzer Lehrertag veranstaltet. Nahezu 500 Pädagogen aus 133 Schulen und vier Regionalstellen folgten der Einladung ins Gymnasium Einsiedel.

Ganze Schulkollegien aus allen Teilen Sachsens nutzten das vielfältige Angebot von Vorträgen, Seminaren und Workshops, um sich zu den neuesten Entwicklungen auf den Gebieten von Methodik, Fachdidaktik, Psychologie, Schulrecht, Lehrergesundheit, Nutzung von Neuen Medien u.a. fortzubilden. Mehr als 30 Workshops wurden angeboten, davon hatte die DPFA-Weiterbildung Zwickau 4 organisiert. 

Die Sächsische Staatsministerin für Kultus Brunhild Kurth würdigte in ihrem Grußwort, dass Lehrer an einem Samstag so zahlreich diese aktive Art der Fortbildung nutzen. Mit Blick auf die aktuelle Situation des Lehrermangels in Sachsen und besonders in der Chemnitzer Region bekräftigte sie die Notwendigkeit, deutlich mehr Lehramtsstudienplätze und Bedingungen für eine höhere Bestehensquote zu schaffen. Seiteneinsteiger in den Lehrerberuf müssten künftig bereits vor ihrem Einsatz im Schuldienst qualifiziert werden. Die Ministerin bekannte sich klar gegen weitere Schulschließungen und zum Erhalt der Förderschulen. Die Stabilität im sächsischen Schulsystem sei eine Sicherheit. Nun müssten die Pädagogen und Schulen die Einarbeitung der Seiteneinsteiger und die zunehmende Heterogenität in den Klassenzimmern meistern.

Der Fünfzehnte Chemnitzer Lehrertag bot den Pädagogen Rüstzeug und Motivation für ihre Arbeit durch zahlreiche Denkanstöße, umfangreiches Wissen und die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.

Auch die DPFA-Weiterbildung präsentierte sich mit einen Stand zum Thema der Lehrergesundheit und mit Fortbildungen für Pädagogen.