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1. standortübergreifende Lehrerkonferenz

Fast 100 Lehrkräfte der DPFA-Akademiegruppe trafen sich am 04.10.2016 auf dem Campus der Technischen Universität in Chemnitz. Wir freuen uns, mit der ersten standortübergreifenden Lehrerweiterbildung in der DPFA-Akademiegruppe ein weiteres Zeichen im Projekt „Neues Lernen und Lehren 2030“ gesetzt zu haben.

Die Lehrkräfte zeigen großes Interesse am Vortag. Foto K.Schmidt

Das Projekt „Neues Lernen und Lehren 2030“ ist nun knapp ein Jahr alt und wir haben gemeinsam mit den Schulleitern und Lehrkräften schon viel auf den Weg gebracht.

In vielen Regionen gibt es Tablet-Klassensätze, digitale Tafeln wurden angeschafft und eBooks in den Unterricht integriert. Allem voran geht allerdings der aufwendige Prozess der Entwicklung einer geeigneten IT-Infrastruktur.
Wir haben an den Standorten Leipzig und Chemnitz eine Lernplattform installiert, im kommenden Schuljahr werden weitere Regionen in diese Lernplattform integriert.

Die Schule in Rabenau arbeitet an der systemischen Unterrichts- und Schulentwicklung. Wir freuen uns, dass uns die Schule in Rabenau zukünftig als Modell zur Verfügung steht und auch die anderen schulischen Einrichtungen von den Erfahrungen der Rabenauer profitieren können.

An der Fachschule in Chemnitz etabliert sich gerade ein Expertenteam zum Thema „Die Nutzung von Tablets in der Erzieherausbildung“. Die Fachgruppe „Pflege“ aus Leipzig beschäftigt sich mit der sinnhaften Integration von eBooks in der Pflegeausbildung. Die überregionale Fachgruppe „Sprachen“ prüft derzeit die Integration von Open Source Angeboten in den Sprachunterricht.

Die Fachgruppen werden inhaltlich begleitet durch Frau Prof. Fleischer und Herrn Dr. Hajok. Vertreter der Fachgruppen finden sich im überregionalen Konsortium zusammen, welches die Ergebnisse der Fachgruppen evaluiert, dokumentiert und den Transfer in die anderen Regionen unterstützt. Die Arbeit des Konsortiums wird begleitet von Frau Dr. Rätzel, unserer Mitarbeiterin im Projekt „Neues Lernen und Lehren 2030“.

Schwerpunkte der überregionalen Lehrerweiterbildung waren der technische Fortschritt im Bereich der Informationstechnologien und den damit einhergehenden Auswirkungen auf die Gestaltung von Lehr- und Lernverhältnissen.

Professor Igel von der TU Chemnitz gab einen Überblick über den aktuellen Stand und die zu erwartende Entwicklung im Bereich der Informationstechnologien und den daraus resultierenden Möglichkeiten im Bereich der Bildungstechnologien.

Zugleich zeigte er auf, wie unterschiedlich die neuen technischen Möglichkeiten von den Kindern und Jugendlichen, aber auch den Lehrkräften aufgenommen werden. Kritisch diskutiert und hinterfragt wurde seine These, dass die jungen Lehrkräfte aufgrund der Sozialisationsbedingungen im Lehrerzimmer die Lust an der Neugestaltung von Lehr- und Lernverhältnissen mithilfe digitaler Medien verlören.

Dr. Hajok referierte zum Thema „Generationenbilder beim Umgang mit sog. Neuen Medien und das Medienaneignungsverhalten von Kindern und Jugendlichen“. Er verstand es frisch und sehr lebhaft die Lehrkräfte mitzunehmen und auch ihm gelang das in Gang setzen einer lebhaften Diskussion. Zum Beispiel über die Erwartung an den Einsatz aller Kommunikationsmöglichkeiten in der Schule und ob es wirklich pädagogisch sinnvoll ist, jeden von den Kindern und Jugendlichen benutzen Kommunikationskanal in der Schule zu integrieren. Er warb für einen gut überlegten Ausgleich zwischen den „Innovatoren der Unterrichtsentwicklung“ und den „Stabilisatoren des Schulbetriebs“.

Am 25.10.2016 kommt Herr Dr. Hajok wieder zu einem überregionalen Fachgruppentreffen und hält den zweiten Teil seiner Veranstaltungsreihe zum Thema „Recht und Urheberrecht im Zusammenhang der Nutzung von digitalen Medien.“

Natürlich sind alle Lehrkräfte weiterhin herzlich dazu eingeladen, sich in Fachgruppen zu organisieren und einzelne Unterrichtssequenzen neu zu entwickeln. Wir freuen uns auf Sie.